2020.08 Liteville 301mk15

Eine neue Liebe, ist wie ein neues Leben…

LITEVILLE 301 mk15

since August 2020


Es wurde Zeit sich mal in Zeiten von Lockdown und Frust was zu gönnen! Eigentlich war ich ein wenig zurückhaltend in Bezug auf neues Bike. Was soll es denn schon an sooo gravierenden Neuerungen auf dem Markt geben? Mein 301mk10 habe, bzw. liebe ich noch und habe es von Zeit zu Zeit einem Upgrade unterzogen. Von Lyrik Gabel über Scaled Size zu Helmchen Tuned Monarch Plus Debon Air RC3 Dämpfer (der wirklich TOP ist) bis zuletzt auf eine Kombination aus Truvativ Hammerschmidt und SRAM GX Eagle 12-fach. Und ja, es funktioniert, falls jemand diese Kombination haben möchte. Und zu diesem ganzen Spaß standen/stehen mir ja noch andere Bikes im Keller: Liteville 601, Canyon Strive Race Carbon, usw. Von insgesamt 18 Bikes habe ich die Jahre auf vier runtergeschraubt. A) kann man nicht alle ausfahren und B) Geld für eine Neuanschaffung musste her.

So, dann mal gestöbert und irgendwie bin ich von Liteville besessen. Santa Cruz oder ein Yeti wäre auch noch so im Raum gestanden. Und ja, ein eBike war auch im Hinterkopf. Nur sind mir diese Hobel noch zu schwer. Und mal ehrlich: ein gutes eBike kostet ab 6000 aufwärts und ich bin immer noch der Meinung, der Berg sollte mit eigener Kraft erzwungen werden. Und wenn man scheitert, hat man ein Ziel, auf das man hinarbeiten kann. Brauch ich zwei oder drei Gipfel an einem Tag? Klar, ich wäre für die Abfahrt entspannter und die langen An- und Rückfahrten wären auch einfacher. Aber im Moment sollte es ein Biobike werden. Ich liebäugelte auch mit dem neuen 601mk4 in Gr. M, da mein 601mk1 in S von der Geometrie schon sehr knapp ist und ich immer ein Wippen habe. Außerdem wollte ich größere Laufräder. Werksmaschine oder Customaufbau, bzw. Upgrade eines meiner Bikes. Eines vorweg: billiger wäre das Upgrade gewesen. Aber um ein “geschlossenes, passendes” Bike zu haben, ist die Werksmaschine eine gute Basis. Also doch vom Alten die Teile verkaufen und in neues Material mit Garantie investieren? Mir war klar, dass ich den Standarddämpfer wieder einem Tuning unterziehen wollte. Und da gibt´s eigentlich nur eine Adresse: LordHelmchen. Stefan ist ein feiner Kerl im Norden Deutschlands (leider zu weit Weg), der sich auf Federungstuning spezialisiert hat und speziell für Liteville viel Knowhow mit bringt. Warum? Weil er für Liteville mittlerweile in der Entwicklung des Suspensionengineering mitwirkt. Ich habe in der Facebookgruppe mal nach Ratschlägen ob 301 oder 601, welche Komponeten, ect. angefragt. Und wer meldet sich? Stefan. Ich weiß gar nicht, wieviel Zeilen wir uns gegenseitig geschrieben haben und wieviel Zeit er für mich aufgebracht hat. Und das alles in Corona und Urlaubs Zeiten, wo die Zulieferer ja auch nicht 100prozentig Auskunft geben konnten. Er konnte mich zumindest für eine Werksmaschine überzeugen und stellte bei mir ein paar Weichen: z.B. eher günstigere Schaltgruppe, dafür leichte C33i Laufräder. Und das Gute an der Geschichte: ich wollte zusätzlich zur Werksmaschine die Enduro Variante mit Super Deluxe Dämpfer (incl. Tuning) und als Gabel nicht die OEM Gabeln seitens Liteville, sondern die nagelneue FOX 38 Wundertüte. Im Prinzip gings aber dann doch flott. Zuerst scheiterte es am RAW Rahmen in Gr. M, dann am Preis (ich wollte die 3% MwSt. Senkung des Konjunkturprogramms der Regierung noch mitnehmen), dann an kleinen Teilen wie “Tublesskit nicht lieferbar” und zuletzt am Suspensionsystem. Ich handelte (sorry Stefan) noch die MegNeg Kammer mit Tuning (nach erstem Service) raus und eben die FOX 38er in 170mm Version, welche in meiner Wunschversion Orange nicht lieferbar war. Stefan war aber sowas von entgegenkommend, dass er mir zur Werksmaschine seine getunte FOX 36 160mm mitgab, um zumindest mein Bike aufzubauen und zu testen. So hatte ich mein neues Baby anfang August in Einzelteilen dastehen. Ich baue gerne und schon fast aus Prinzip meine Bikes selbst auf. Und da war ich schon ein wenig überfordert. Innenverlegte Züge! Ein nettes Gimmick, aber zum Einbauen die Hölle. Dann fehlte mir das Hollowtech II Werkzeug um mein anderes Kettenblatt zu installieren. Zwei Tage später war ich dann fertig. Ich wollte ein Absolute Black 28t Oval Kettenblatt verbauen, welches ich vorher mit ca. 500km Laufleistung gebraucht gekauft habe. Um es abzukürzen: Ja, es funktionierte gut und der Tritt war gefühlt runder. Aber da es schon “eingelaufen” war, hatte ich rasselnde Geräusche. Zuerst dachte ich, dass es an der Kettenführung lag. Naja, ich bestellte mir ein original Shimano 28t Kettenblatt und es passt perfekt. Das Unterrohr schütze ich mit einem Rockguardz Carbon Downtube Schutz, den ich umgekehrt montiert habe. Somit habe ich der Region, auf der das Bike auf dem Rucksack liegt seitlich auch noch einen Schutz. Außerdem mußte ich diesen über den Serviceport montieren. Ich könnte ihn auch darüber platzieren, aber komme dann umständlich an den Serviceport und hätte einen Spalt. Somit habe ich um den Port ein Stück Schutzfolie geklebt. Brauchts eigentlich nicht, aber sicher ist sicher. Außerdem habe ich an diversen Stellen eine transparente Schutzfolie geklebt. Den Rockguardz habe ich mit 3M Klebeband noch fixiert. Er wird eigentlich nur geklemmt und hält so schon recht gut. Aber durch das hin und her auf dem Rucksack fixierte ich ihn mit Klebestreifen. Noch eine kleine Montageanmerkung: Die Schrauben am Hinterbau zur Verstellung des Laufradmaß sind mit Loctite geklebt. Vorher erwärmen, sonst geht da nichts!

Ok, Katze raus aus dem Sack, was ist verbaut:

  • Liteville 301 mk15 Rahmengröße M, RAW
  • FOX 38 Float Kashima Coated Grip2 VVC Evol 2021 29″ mit 160mm (statt 170mm, sonst zu hoch)
  • Rockshox Super Deluxe Select+ Dämpfer mit 160mm und MegNeg Tuning (Helmchen Tuning kommt nach erstem Service)
  • Syntace C33i Straight Carbon Laufradsatz in Scaled Sized 29″ VR / 27.5″ HR
  • Eightpins Sattelstütze
  • Shimano XT 1×12 Schaltung 2021 mit 10-51t Kassette
  • Shimano XT 175mm Kurbel mit 28t Kettenblatt (normal, statt oval)
  • Shimano SAINT / XTR Bremse (habe die original XT verkauft und meine alte verbaut, die ordentlich zupackt)
  • SQLab Ergowave 14cm Carbon Sattel
  • Syntace 30mm Megaforce 3 Vorbau
  • Syntace Vector Carbon Superlight High20/12° 780mm Lenker und Syntace Moto Griffe
  • SCS Kettenführung, Syntace X-FIX Werkzeug
  • OneUp S3 boost Kettenführung oben
  • Trickstuff 203mm Dächle Bremsscheiben VR / HR
  • Superstar Components NANO Pedale (günstig und gut!)
  • Rockguardz Carbon Unterrohrschutz (umgekehrt montiert oberhalb Serviceport)

Hab ich was vergessen? Egal – das ganze dann tubeless mit Maxxis Minion´s versehen und raus auf den Trail. Wie gesagt, zuerst noch mit Stefan´s 36er Float Gabel. Während meiner ersten Ausfahrt auf Hometrailstrecke war mir klar, Junge, die 160mm vorne reichen völlig. Also noch schnell eine Umbestellung von 170mm Airshaft auf 160mm gemacht. Beide waren nicht lieferbar, die Gabel war bereits bei Stefan als 180mm Gabel angekommen. Stefan zerlegt von Haus aus seine Gabeln und zentriert die Buchsen. Quasi ein erstes Tune. D.h. die Standrohre fluchten komplett zentriert ohne zu verspannen im Casting. Man glaubt nicht, wie die Gabeln ab Werk ausgeliefert werden. Dies zusammen mit dem neuen VCC Konzept und der neuen Klemmung, damit die Gabel beim Festziehen perfekt ausgerichtet wird, ergibt eine sehr feinfühlige Federung. Das Basic Tune der Gabel und des Dämpfers passt eigentlich schon sehr gut. Stefan verrat mir z.B., dass er ja am Rockshox Super Deluxe Werkstune mit von der Partie war und dieses schon gut auf die 80kg eingestellt ist. Perfekter Job! Mal schauen, ob ich da noch was machen lasse. 

Die Geometrie ist komplett anderst als bei meinem kleinen 301mk10 S. Schon fast wie ein Panzer auf den ersten Metern. Ich bin noch nie 29″ vorne gefahren. Habe es auch nicht getestet, sondern vertraute da meinem Bauchgefühl und der Empfehlung von Stefan, bzw. Internetrecherchen. Ich sitze sehr zentriert im Bike, nicht zu aufrecht und nicht zu flach. Der Tritt kommt nun auch nicht mehr von hinten, sondern wie es sein soll. Tiefer liegt das Bike auch, wobei ich noch keinen Pedalaufsetzer hatte. Apropo Pedale: Ich fahre schon lange die Superstar Components NANO Pedale aus UK. Diese sind relativ günstig, haben drei Kugellager auf beiden Seiten und bauen relativ flach. Ich suchte damals nach günstigen Alu Flatpedals mit langen Pins, da ich mit meinen Fiveten Camps Four Zustiegswanderschuhen lange Pins benötigte. Ich fuhr die alten Syntace Numbernine auch schon am alten Bike, aber mir fehlte in Kombination mit den Schuhen der Halt. Und mal ehrlich: jenseits von 200 Euro für Pedale? Und dann bleibt man am Felsen hängen. Das Gesicht will ich sehen! Zurück zu Fahreindruck: Die zweite Ausfahrt ging eigentlich gleich in die Ammergauer Berge. Bergauf komme ich mit der 1×12 fach Schaltung sehr gut zurecht. Ich dachte, dass ich mich verfluchen werde, keine 22 Zähne vorne zu haben. Da ist die Hammerschmidt klasse. 22/36er Kurbel in kompakter Bauweise mit Schutz für die Kette. Kein Ausetzer dank niedriger Bauform. Allerdings nicht mehr weiterentwickelt und schwer. Schade eigentlich. Dann die erste 600hm Trage-/Schiebepassage. Viel leichter ist mein Aufbau auch nicht und die Größe auf dem Rücken merkt man auch. Ist halt breiter und man muß aktiver um Latschen zirkeln. Ist halt so. Aber ich schätze mal, dass ich mir 1,5kg locker eingespart habe. Das merkte ich definitiv. Und zu diesem Anlass versuchte ich zum ersten Mal seit langer Zeit das Hookabike wieder am EVOC Rucksack und dem 301er. Und ja, es ist entspannter. Ich bestellte mir nun auch Carbon Wanderstöcke um das Bergsteigen mit Überlast angenehmer zu gestalten. Nachteil: es liegt die komplette Last auf den Trägern und die Platte drückt leicht im Nacken. Ob Peakrider da besser ist? Keine Ahnung.

Dann die Abfahrt: ehrlich, ich tat mich schwerer. Die Länge zu Größe S und die Laufräder von 29″/27.5″ zu 27.5″/26″ ist nicht zu unterschätzen. Enge Kurven sind in meiner ersten Ausfahrt schwerer zu machen. Ich hoffe, dass sich das im Laufe der Zeit ändert und man sich wie mit allem daran gewöhnt. Die 29er Reifen sollen super über Wurzeln, Absätze und Mulden. Von hinten bekomme ich auch weniger Schläge oder habe das Gefühl, das ich zwischen einem Wurzelteppich hängen bleibe. Kurz gesagt: Läuft! Da ich kein Bikepark-Ballern-Typ bin, kann ich den Monarch nicht aus der Ruhe bringen. Für meinen Zweck funktioniert er sehr gut. Auch auf einem späteren Bikeparkabstecher in Heidenheim mit flowigen Passagen arbeitet er super. Sprünge sind nicht mein Ding. Vorne arbeitet Stefans FOX 36 sehr gut. Ich freue mich schon auf die 38er. Diese ist mittlerweile angekommen und verbaut, jedoch konnte ich sie noch nicht testen. Zuerst das Wetter miserabel und jetzt Bikeverbot wegen Bandscheibe.

Bei soviel Positiven, habe ich leider auch eine negative Sache gefunden (ganz neben dem Preis): Die Syntace C33i sind wirklich leicht und steif und ich denke, rein vom fahrtechnischen bekomme ich diese nicht zum Kaputtmachen. Aber die Beschichtung ist anfällig. Bei der Abfahrt in den Ammergauern und beim Bikeausflug auf den Bschießer im Allgäu schrammte ich nicht mal am Fels, nein lose Felsbrocken, die eben mal auf die Reifenflanke und auch auf die Felgenflanke schlagen, hinterlassen Kratzer. Schade und es tut richtig weh!!! Da wäre eine bessere Schutzlackierung besser oder eben doch die Alufelgen? Klar, da habe ich auch Kratzer, aber die tun mir nicht so weh. Und die Eloxierung der Alufelgen sind härter gegen solche Steine. Ich bin noch am Überlegen, ob es für die Felgen einen schönen und unauffälligen Schutzaufkleber gibt.

Sooo… soviel zu meinem neuen Lebensabschnittspartner. Mittlerweile wurde das 601mk4 leider eingestellt. Ob und wann ein 601mk5 kommt, weiß ich nicht. Wenn mir mal ein günstiges 601mk4 in M über den Weg läuft, werde ich mein 601mk1 upgraden. Aber ehrlich: das 301mk15 wildert gewaltig in der 601er Gruppe. Es kann einiges ab und von der Geometrie teilweise besser.


 
 
 
 
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2020.08 Auf dem Kreuzweg – “ein Kreuz mit dem Kreuz”

“zefix nomoal”

Braucht´s däs?

August 2020


Was braucht man denn noch alles? Lockdown durch Covid19, letztes Jahr Knieprobleme und heuer? Bandscheibenvorwölbung L5 – super timing. Mitten in der schönsten Zeit. Und gerade passend, da ich mir mein neues Liteville 301mk15 nun final aufgebaut habe. Ein Kreuz mit dem Kreuz… woher kommt´s? Tja, das kann vom vielen Sitzen in der Arbeit kommen, das Tragen schwerer Rucksäcke mit geschultertem Bike, ständiges Hoppeln auf dem Bike, usw.

Jetzt heißt es erstmal Bikepause für die nächsten Tage bis die Entzündung raus ist. Wie kam´s dazu? Seit anfang des Jahres hatte ich immer wieder leichte Rückenschmerzen und Verspannungen. Dann endlich der Orthotermin und die Symtome waren an diesem Tag nicht stark ausgeprägt. Also bekam ich für den Bedarf Ibuprofen und Physio verschrieben. Ha, geht doch. Drei Tage lang die Sonne ausgenutzt und neben der Arbeit ein paar kleine Trainingsrunden zuhause gedreht. Nichts schlimmes, sogut wie keine Trails. Holla, die Waldfee. Am Vierten Tag ein Stechen in der Hüfte und ich konnte mein linkes Bein nicht mehr belasten. Und das am Freitag während der Arbeit. Mit mühe nach Hause gekurvt und versucht, den Orthopäde zu erreichen. Schon geschlossen. Also die Ibukur begonnen und Bettruhe. Am Samstag dann noch stark anhaltende Schmerzen. Nach einem Notarztbesuch im Krankenhaus (der auch nur Medikamente verschrieb) ließ der Schmerz dank der Tabletten nach. Das Wetter war ja zum Glück alles andere als gut, dann tat´s nicht ganz so weh. Am Montag auf dem Heimweg von der Arbeit ein Rückfall. Wieder ein Stechen in der Hüfte und Leistengegend. Zum Glück bekam ich diesmal ganz schnell einen Termin bei Orthopäde. Tja, hätte er gleich beim ersten Mal statt Röntgen ein MRT machen lassen, wäre ich schon weiter. Aber da haben wir wieder das finanzielle Kassenproblem. Kostet ja was, also doktern wir mal rum. Also MRT Termin ganz spontan am nächsten Tag bekommen und siehe da: Bandscheibenvorwölbung im L5 – puh… noch kein Bandscheibenvorfall. Eben “nur” die Vorstufe.

Und wie geht´s weiter? Tja, Physiotherapie… zuerst Entzündungen lockern und dann Aufbau Muskeln und Beweglichkeit wieder in Griff bekommen. Schade nur, dass ich mein liebes Bike stehenlassen muß.

Spruch des Tages: “Wenn dir mit vierzig nichts wehtut, bist du tod!”

 
 
 
 
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2020.08 Zweigipfel BBS Ponten und B´schießer

Bikebergsteiger Runde

Ponten und B´schießer

Tannheimer Tal

20. August 2020


Really Hot Day! Diesmal standen zwei Gipfel auf dem Plan, die ich mit Bike bestiegen habe.

 
 

B E S C H R E I B U N G

Bike at Home sweet Home – Covid19 ist noch immer im Gange und ein langer Trip ins Ausland ist immer noch nicht ganz in meinem Kopf. Also nochmals das schöne Wetter ausgenutzt und einen Tagesausflug ins Tannheimer Tal gemacht. Diese beiden Gipfel sind quasi als Paar machbar. Entweder als Rundweg oder wie ich von Schattwald gemütlich zur Oberen Stuibensennalpe radeln und dann mit Übergepäck das Bike zum Güntle tragen. Hier kann man sich entscheiden oder eben beide mitnehmen. Ich ging zuerst links hoch zum Ponten. Nach 2/3 des Weges setzte ich den Weg ohne Bike fort. Gut, ist eigentlich nur eine knifflige Passage, der Rest oben ist wieder ein herrlicher Gratweg. Das letzte Stück zum Kreuz ist nicht fahrbar. Auch heute waren ettliche Wanderer unterwegs, allerdings ohne Konflikte. Dann wieder zurück zum Güntle, dem Taleinschnitt zwischen Ponten und Bschießer (auch Bscheißer genannt). Die Querung zum Bschießer ist teils fahrbar, teils zum Schieben und Tragen. Nach fast einer halben Stunde steht man oben am Bschießer. Ein herrliches Panorama. Und ettliche verwunderte Blicke der Wanderer. Nach ausgiebiger Rast hieß es Protektoren an und bereitmachen für die “epische” Abfahrt. Episch ist für den einen ein Genuß, für den anderen ein Großes Fragezeichen! Ich wollte eigentlich wieder über die Aufstiegsvariante ins Tal fahren oder zumindest vor der Zipfelsalpe rechts runterfahren, jedoch bekam ich den Tipp, den epischen Zipfeltrail nach Hinterstein zu machen. Bis zur gutbesuchten Zipfelalpe ist der Weg spitze. Oben noch steinig und schroff, unten raus dann über einen Almboden zur Alpe. Dann folgt ein schöner Panorama Höhenweg, ehe es ziemlich verblockt und mit großen Wurzeln und Absätzen auf teils ausgesetztem und engen Weg ins Tal geht. Nicht alles fahrbar! Ich würde mich definitiv bei Wiederholung gegen diesen Pfad aussprechen. Von Hinterstein kam die schweißtreibende Rückfahrt hoch zum Oberjoch noch ins Spiel. Nicht steil, aber voll der Sonne ausgesetzt und bei 32 Grad kein Zuckerschlecken.

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F A Z I T

Wegen der Aussicht ist es die Tour wert. Man trägt sein Bike zwar 2/3 bis 3/4 der Tour, hat aber ein super Panorama über die Allgäuer Alpen. Abfahrtstechnisch gibt es Besserungsarbeit.

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