2013.10 Gardasee Trailride

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 GARDASEE TRAILRIDE

Was macht man(n), wenn es in Deutschland regnet? Na klar, ab in den Süden. Was allerdings eine Woche vor dem lang geplannten Gardaseetripp nicht danach aussah. Schnee, Regen und Kälte waren die Vorzeichen für einen mißlungenen Urlaub. “Zum Glück 4-Sterne Hotel gebucht” war der Gedanke. Aber: so soll es nicht sein!!! Früh morgens gings auf der Brennerautobahn schnell gen Süden. Dann der erste Schock: Schnee und Kläte auf der Autobahn. Ab Europabrücke bis kurz vor Brixen herrschte Winterstimmung bei knapp über der Nullgradgrenze. Je weiter es Richtung Süden ging, wurde das Wetter besser und wie soll´s anderst sein: Wenn Engel reisen… – Traumhaftes Wetter am Gardasee. Schnell das Zimmer bezogen und schon gings gleich ab auf die Trails – mein erster Bike-Urlaub am Gardasee. Das muß von der ersten bis zur letzten Minute ausgekostet werden. Nur was bedeutet S1, S2, oder S3 in Verbindung mit Gardaseetrails? In den Dolomiten ist´s mir ein Begriff, aber hier war´s vorab ein bißchen Unsicherheit. Also in den sauren Apfel beisen und ab ins Trailvergnügen:

1. Tour 12.10.2013: Anaconda Trail

Gleich zu Beginn habe ich mir gedacht, die 1100hm sind eine Eingewöhnungstour oder besser “-Tordur”. In gemütlicher Steigung gings auf der Straße und Radweg von Nago nach Loppio und weiter auf Asphalt Richtung St. Barbara. Rasch ist man oben und die Mittagssonne strahlt angenehm auf mein Haupt. Von St. Barbara gibt es mehrere Downhillpassagen und weiterführende Touren auf den Monte Stivo, ich aber fuhr dann den Anaconda, oder Serpents Trail genannt, wieder zurück nach Nago. Quasi die Directissima! Anfangs auf Waldboden am Hang entlang, dann ein wenig steiniger und im Flow getränkt, rausche ich an der Abzweigung des Anaconda´s vorbei. Also wieder ein paar Meter zurück und ab auf den befürchteten Freeridetrail. Da es die Tage zuvor geregnet hat, war der Waldboden rutschig und die Steine glatt. Trotz Muddy Mary kam ich nicht in die Ideallinie. Immer wieder mußte ich absteigen und schieben. Vernunft siegt! Also unterm Strich ein genialer Trail, aber eher was für Downhiller und Freerider. Sehr technisch. Trotzdem konnte ich durch diese Tour die Beschreibung der Touren besser einschätzen.

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2. Tour 13.10.2013: Dosso dei Roveri

Heute war eigentlich der Altissimo geplannt mit vorheriger Trailabfahrt über Dosso dei Roveri nach Navene und mit Seilbahn von Malcessine zum Monte Baldo. Aber es kam anderst…: Der Tag war leicht bewölkt und früh morgens gings vom Hotel in Nago über die Strada dei Monte Baldo auf 850hm rauf und zweigt dann rechts nach Süden ab. Nun geht´s auf dem Sentiero 6 auf 1170hm über Forstwege bergauf und nach ca. 1,5km erreicht man den Aussichtspunkt “Dosso dei Roveri”, wo der anspruchsvolle, aber flüssige fahrbare Trail nach Navene auf S1-S2 Niveau bergab gen Navene runter ging. So, schnell weiter auf dem Radweg zur Seilbahnstation in Malcesine. Aber: der junge Herr am Schalter teilte mir mit, dass es aufgrund von Neuschnee über Nacht auf dem Monte Baldo und Altissimo kein Fahrbetrieb zum Gipfel gibt. Ich hätte es ja wissen müssen, da der Gipfel von unten in weißem Schnee erstrahlte. Tja, dann halt nicht. Auf dem Radweg machte ich mich auf zurück zum Hotel. An was ich allerdings nicht dachte, dass ich den Großteil der Strecke auf der Straße fahren muß. Zum Glück war aber an diesem Tag zu dieser Zeit ein Marathon und die Strecke zwischen Torbole und Malcesine für den motorbetrieben Verkehr gesperrt. Der freundliche Polizist erlaubte mir die Weiterfahrt. Am Ende des letzten Tunnels hörte ich schon die erste Motorräder hinter mir. Zum Glück, denn ich hatte weder Licht noch Warnweste und wäre schlecht sichtbar gewesen. Egal! The last Höhmis gingen dann noch locker vom Hocker hoch nach Nago. Geniale kurze Trailtour (wäre was für den ersten Tag gewesen)

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3. Tour 14.10.2013: Bocca di Fobia

Statt der geplannten Monte Stivo Tour habe ich mich am Tag zuvor noch umentschieden und plannte noch schnell die Bocca di Fobia Tour – Straße der Angst! Hört sich doch interessant an. Mit dem Auto gings über Limone hoch nach Vesio, einem kleinen Bergdorf ca. 600hm über dem Gardasee. Das Wetter war wieder leicht bewölkt mit Tendenz auf Sonnenschein. Die ersten 2 Kilometer gingen auf der Straße locker voran. Dann zweigt man ab und folgt dem Schotterweg ca 300hm nach oben. Aus der Piste wird ein Trail, der sich auf der Talseite des Valle San Michele die Bergflanke nach oben bewegt. Bei guten Sichtbedingungen hat man den Tremalzo im Blickwinkel. Auf der gesamten Strecke befinden sich Tunnel, die teilweise sehr niedrig sind und durchgeschoben werden müssen. Der Trail hat über weite Teile das Niveau S0 bis S1, ist an einigen Stellen allerdings recht ausgesetzt. Trail bergauf fahren? Nee, oder? Und dann noch mit voller Konzentration, denn ein falscher Lenker oder eine Unachtsamkeit und man hat verloren! Gehnende Tiefe, der Weg gerade mal einen knappen Meter breit, steiniger Untergrund und teilweise querlaufende Wurzeln – alles in allem “Straße der Angst”! Aber: alles was nach oben geht, muß ja irgendwann wieder nach unten gehen! Ein traumhafter Trail ab der Bocca di Fobia bergab mit einigen Spitzkehren und mit letztem Schwung dropt man auf die Straße, die zum Passo Nota hochführt. Dieser folge ich weiter bis zum Paß und dann weiter über den Soldatenfriedhof auf breiter Schotterstraße. Auch diese alte Militärstraße ist mit Tunneln durchsetzt und verläuft an der Flanke der Berge Monte Traversole, Corna Vecchia und Corno Nero entlang. Am höchsten Punkt angelangt geht es auf unzähligen flowigen Trails zurück zum Ausgangspunkt nach Vesio. Als Abschluß fuhr ich noch im Speedrausch auf der Asphaltstraße nach Limone. ca. 11km Trail, keine Menschenseele auf der Bocca di Fobia und traumhaftes Wetter!

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4. Tour 15.10.2013: Tremalzo

King of Tremalzo! Yes Sir, I did it. Einmal im Leben eines Mountainbikers sollte man den Tremalzo erklommen haben, so hieß es. Auch ich hatte das Vergnügen. Ich wählte unter unzähligen Varianten die klassische Route über die Tremalzo-Passstraße. Die Route startete ich am Ledrosee, den ich auf der linken Seite umfuhr um den Tremalzopass zu erklimmen. Gute 1000hm gehts straight on uphill. Gezählte 15 Autos weiter und in angenehmer Steigung fuhr ich diese ersten Höhenmeter zum Rif. Garda/Tremalzo locker bergan, während sich die folgenden 150hm über Schotter zum Tunnel noch zogen. Leider hatte ich heute nicht den Wettergott auf meiner Seite. Zwar kein Regen, aber der Nebel vermieste mir die Aussicht, von der jeder schwärmte. Aber auch das hatte eine interessante Stimmung. Nun folgte die Abfahrt auf der tunneldurchsähten Militärstraße auf breiten Gardaseeschotter zum Passo Nota. Wahnsinn was die Alpinis des Ersten Weltkriegs hier bewerkstelligen mußten. Überall Höhlen, Tunnel und dazu noch eine hammergeile Militärstraße über zig Höhenmeter und Spitzkehren. Unterwegs Richtung Passo Rocchetta kammt man an der Baita Segalla, einer Selbstversorgerhütte des Alpenvereins vorbei. Nach kurzer Pause folgen Trails über die Malga Palaer nach Pregasina und zum gröhnenden Abschluß noch der flowige Part über das steile Serpentinenbetonmonster zur Ponalestraße. Dort gibt es trotz der Tourivariante nette pumptrackartige Stellen, die den Flow nach Riva so richtig in die Höhe treiben. Von Riva nach Nago gings wieder auf Asphalt am Gardasee entlang. Herrlichstes Wetter rund um Riva.

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5. Tour 16.10.2013: Bocca di Trat/Adrenalina Downhill

Gute 1600hm am Stück – die wollen erst erklommen werden! Von Nago startete ich wieder früh morgens nach Riva, fuhr über die alte Ponalestraße hoch zum Ledrosee, umkreiste diesen im Uhrzeigersinn und begab mich auf der Straße bis Lenzumo. Hier begann die gut fahrbare Auffahrt über unzählige Serpentinen hinauf zur Malga die Trat. Menschenleere! Unterwegs machte ich einen kurzen Zwischenstopp an einem Militäraussichtspunkt und folgte den letzten Höhmis hinauf zum Bocca di Trat und dem Rif. N. Pernici. Leider war dieses schon geschlossen und die Spaghetti waren mir verwehrt. Die Aussicht dort oben war gigantisch – dem Wetter sei Dank! Hier eine Pause einzulegen ist sinnvoll, denn das was jetzt folgt, ist nicht von schlechten Eltern: Der Adrenalina Downhill – eine DH Worldcup Strecke aus den frühen 90ern. Zwar ist diesem über die Jahre die Würze entzogen worden, aber trotzdem noch Hammer. Über den berüchtigen Gardaseeschotter und 20 Prozent Gefälle gehts hinunter zur Malga Grassi. Über das Wiesengelände gehts noch ein paar Höhenmeter bergauf, bis der verblockte Downhill beginnt und zum Pinza Trail ab Campi sein Finale fand. Die letzten Tiefenmeter fuhr ich wieder auf Betonwegen zur Bastione über Riva zum Zentrum. Das letzte Stück folgte der bekannten Route über Torbole hoch Nago.

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6. Tour 17.10.2013: Altissimo

Alles hat mal ein Ende – aber wer will schon heim, ohne ein unerledigtes Unterfangen erledigt zu haben? Heute hat alles gepasst: der Himmel war Wolkenfrei und die Sonne lachte. Mit dem Auto schnell nach Malcesine und 5 vor Ticken noch die Seilbahn erreicht. Einsteigen und 20 Minuten später am Gipfel des Monte Baldo (naja, zumindest der Gipfelstation). Mein Plan für heute: Mein Liteville 601 sollte deinen Namensgeber treffen. Von der Bergstation gings erstmal bergab über einen Trail, der schon sagte: Pass auf! Wenn dir das zu heftig ist, laß es bleiben und wähle den Chicken Way. Es lief aber besser als gedacht und ermutigte mich, den Plan weiterzuverfolgen. Nun standen noch gute 600hm an, die mich zum Altissimo auf über 2000hm hoch führte. Anfangs noch Straße, dann Schotter. Mit der Ideallinie ist diese Schotterpiste machbar und man kann bis zum Gipfel im Sattel hochfahren. Eine gute Stunde später stand ich ob und das Panorama ist der Hammer – das hätte ich mir am Tremalzo auch erwünscht! Blicke zur Brentagruppe, Adamello, Ortler, Dolomiten, ect. waren garantiert. 360 Grad Panorama, Fotosession am Gipfel und kurze Verschnaufpause. Jetzt war ein guter Zeitpunkt gekommen, die Protektoren anzulegen! der 601er – ein Mythos? Yes – kurz um die Ecke und schon zeigt dir der Trail wo der Hammer hängt. Extrem verblockt und technisch im S2-S3 Niveau. Und verwunderlich, dass es halbwegs gut fahrbar war. Irgendwie schien sich mein 601er hier wohlzufühlen. Nach dem ersten heftigen Stück folgte ein bißchen Entspannung auf flowigen Wiesenstück, was gleich wieder in einen schmalen verblockten Weg endete. Immer noch fahrbar aber schon schmerzende Unterarme vom Bremsen. Part 3: Nun hat man die Wahl: Straße oder Trail. Blöde Frage: Trail. Dieser kreuzt im direkten Weg immer wieder die Strada del Monte Baldo und ist stark verblockt und grobschottrig. Je weiter man Richtung Gardasee kommt, werden die Trails schwieriger. Die ersten “Direktwege” nahm ich noch mit, aber brach dann aufgrund der Uhrzeit und der beginnenden müden Knochen das Trailmassacker ab. Die letzten Höhmis fuhr ich auf Asphalt zurück nach Nago, wo wir dann die Heimreise antraten.

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FAZIT: Gardasee, ich komme wieder! Hier gibt es unzählige Möglichkeiten sich auszutoben, sei es Höhenmeter sammeln, Trails zu rocken, Alternativen zum Mountainbiken zu suchen, “Eisbolla” zu schlecken, lecker Pizza und Pasta zu geniesen, den italienischen Flair zu erlegen oder einfach in der Sonne zu bruzeln. Dolce Vita!

Zum Schluß noch was zu meiner Unterkunft: Das Hotel Forte Charme in Nago ist ein 4-Sterne-Hotel und absolut empfehlenswert. Preislich nicht abgehoben und mit Glück auch über “Aldi” buchbar. Die Zimmer sind modern und geräumig, die Aussicht hoch über Torbole und dem Gardasee wunderbar, die Aussenbereiche sind abgestuft dem Fels und der Hotelettagen angepasst, das Essen superlecker und reichhaltig und in unserem Fall natürlich überdimensional attraktiv, da in unserem Komplettpreis Frühstück, Nachmittagskaffee und mind. 3-4 Gang Wahlmenü incl. Getränke for free inklusive war. Sonderwünsche sind realisierbar (wie z.B. am Abreisetag noch eine Dusche zu bekommen) und ein Shuttlebus nach Torbole steht täglich zur Verfügung. Tja und dann noch zweimal ein Dinnerabend mit 5-6 Gängen!!! Alles in allem super! Personal ist sehr nett und immer wieder für Witze offen. Forte Charme – ich komme wieder.


Bilder:

2013.10 Karwendelhaus

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Von Scharnitz zum Karwendelhaus

Heute war ich mit dem Biketeam Villenbach von Scharnitz zum Karwendelhaus unterwegs. Das Wetter war gigantisch und die Strecke zum Karwendelhaus easy going. Breite Forstwege führen in angenehmer Steigung auf ca. 19km und 900hm hinauf und werden eigentlich erst die letzten Höhenmeter mit ca. 10 Prozent Steigung ein wenig fordernd. Im Karwendelhaus wurden wir herzlich vom Personal aufgenommen und lecker verköstigt. Heute war das Karwendelhaus definitiv in Biker-Hand. Draußen standen gute 30-40 Bikes und auf dem Uphill sah man mehr Biker als Wanderer. Der Rückweg führte über dieselbe Strecke. Markus, Vinnie und ich fuhren noch einen kleinen Abstecher hinauf auf den Sattel und versuchten uns an einem Trail, der schön am Hang entlang führte.
Schöne Tour und danke an die Fahrer Pit und Herry.


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2013.09 Brixen Trailride

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TRAILRIDES in und um BRIXEN

19.-21. September 2013

Wieder einmal sind die 3 Tage in meinem Lieblingsurlaubsplatz den Dolomiten vorbei und die Tage in meiner Stammunterkunft “Sylvanerhof” in Raas waren traumhaft. (Danke an dieser Stelle an Claudia, Renate und Sebastian). http://www.sylvanerhof.net

Am Donnerstag klingelte der Wecker schon sehr früh um den kompletten Tag noch mit einer anständigen Tour zu verbringen:

1. Tour: PLOSE-Trailtour

Auf den Plose und über Ochsenalm und Brixner Hohenweg zurück.

  • fast autofreie, abwechslungsreiche Auffahrt bis Afers (mit Bergauftrails)
  • absolutes Superpanorama ab Kreuztal
  • Rundumsicht auf dem Plateau des Telegraph (Plose) (auf 2480m). Man hat eine Supersicht auf die Breitseite des Hauptkamms.
  • Trail mit Adrenalinpotential zur Ochsenalm (mit Schiebestück)
  • Trail mit Endorphinpotential auf einem Höhenweg
  •  Anspruchsvoller Trail (S3) bei der Abfahrt

Angefangen hat alles mit einer Abfahrt von Raas nach Brixen auf der Straße. Danach folgen ca. 500hm nach Afers auf dem Trails und Schotterwegen bergauf zur Plosetalstation. Mit der Gondel gehts gleich mal 1000hm rauf, die man auch hochtreten könnte, aber um den anschließenden Tag noch zu genießen, entschloß ich mich den Shuttle mit der Bergbahn zu nehmen. Oben muß man noch zur Plosehütte und zum Telegraph auf Schotterwegen hochtreten. Ab der Plosehütte heißt´s: TRAILSPASS! Nähe Panoramatisch erreicht man den 6er und fährt diesen in nördliche Richtung bergab und den schon von weitem sichtbaren Pfad unterhalb des Grats entlang. Am Anfang gibts ein paar Schiebestellen aber dann ist fast alles fahrbar (S2) bis zum Leonharder Kreuz. Ab hier muss man bis zur Plosescharte runterschieben. Ab dort kann man wieder auf den Sattel steigen und auf
schwierigem Steig zur Ochsenalm trailen. Vom Forstweg vor der Alm gehts links in
den 30er hinein. Dieser Höhenweg (S1+) ist ein Highlight dieser Tour. Es gibt nur wenig schwierigere Stellen (S2) zu überwinden. Nach langer Querung erreicht man eine Wegkreuzung und biegt scharf rechts in den 4er ein. Dieser Steig ist am Anfang anspruchsvoll (S3), wird aber im weiteren Verlauf einfacher (S2). Man richtet sich stets nach den Markierungen. Eine gefühlte Ewigkeit später gelangt man über eine Wiese zum Parkplatz der Plosebahn. Die Rückfahrt war identisch zur Anfahrt nach Raas.

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2. Tour: Latzfonser Kreuz

Heute heißt´s Kette links! Gute 1500hm am Stück bergauf. Über Klausner Hütte zum Latzfonser Kreuz. Abfahrt über Stöfflhütte und Thinnetal. Start und Ziel war diesmal Klausen (Sportplatz).

  • Besuch einer der höchsten Wallfahrtskirchen Europas auf 2300m
  • 20-minütige anstrengende Schiebestrecke zur Kirche und danach noch eine weitere 10-minütige
  • Panoramareiche Fahrt auf dem Bergrücken der Jocherer Alm
  • Geniessertrail nach der Rinderplatzhütte
  • Anspruchsvoller, schottriger Trail in karger Landschaft mit Gran Canaria Feeling
  • Interessante Abfahrt durchs enge Thinnetal

Die Auffahrt war sehr anstrengend. Bis Feldthurns folgt man der Straße. Dann weiter nach Schlunders Richtung Kühberg un dvon dort geht´s zur Klausener Hütte. Alles auf breiten Schotterwegen. Ab der Klausener Hütte heißt´s Rampen. Die ersten paar Höhenmeter schafft man noch zu treten, aber die letzten 200hm zum Latzfonser Kreuz muß definitv geschoben werden (wer das im Sattel bewältigt: Hut ab!). Am Latzfonser Kreuz angekommen sollte man sich stärken und die Aussicht auf die Dolomiten genießen. Hier stehen Plose, Geislergruppe, Schlern, Platt- und Langkofel Spalier (um nur einige zu nennen, denn die Aussicht war fantastisch). Dann folgte ich einem Höhenweg bergauf und über weite Hochalmen auf Trails bergab zur Stöfflhütte und  Rinderplatzhütte. Über Wurzeltrails und Holstegen über ein Biotop gehts dann zum Pfunderer Kreuz über schwere Trails zu den Silberbergwerkstollen. Dort sind ausgesetzte Trails angesagt, die dann über Gerölltrails bergab gehen. Vorsicht! Das letzte Stück geht dann Richtung Tinnebachtal über Trails und die letzten Kilometer von der Ruine ab geht entlang des Tinnebachs auf der Straße. Das enge Tal mit dem rauschenden Bach verleitet zu “Flow” auf Teer mit Highspeed Richtung Klausen. Im Durchschnitt hat man bei dieser Tour mit 12% Steigung zu tun. Die Panoramaaussicht und die Trails machen diese Runde zu einem Highlight.

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3. Tour: Gondel Freeride am Gitschberg und Stoanamandl

EIgentlich sollte diese Tour eine lockere flowige Trailtour werden. Eigentlich! Diese Gondeltour wurde vom Mountainbike Magazin veröffentlicht und ich wollte anfangs nur die Hälfte mit Liftunterstützung und von Vals zum Stoanamandl hochtreten. Also gings von Mühlbach mit der Gondel nach Meransen und weiter mit der zweiten Gondel zum Gitschberg. Von der Bergstation müssen noch 300hm über Schotter und später über Trail hochgekurbelt werden. Fantastische Aussicht ins Eisacktal, Pustertal und Richtung Sterzing. Auf der hinteren Seite sieht man die Pfunderer Berge und die Fanealm. Dann folgen 1200hm bergab auf Trails in allen Schwierigkeitsklassen. Um nach Vals zu gelangen sind noch 250hm bergauf zu treten. In Vals gabs lecker Lasagne in der Hütte neben der Talstation. Nach der Mittagspause entschloß ich mich aufgrund des Zeitplans und meiner Kondition zum Lifttransport zum Stoanamandl. Auch hier muß man noch 150hm bergauf zum Stoanamandl kurbeln. Am Gipfel gibt es eine Panoramaterasse mit Beschreibung der umliegenden Gipfel. Auch hier gibt´s fantastische Aussichten! Die Abfahrt verlangt starke Unterarme, gute Handgelenke/-muskel und natürlich starke Bremsen kombiniert mit Federweg. Dazu noch ein Portion Vorsicht und fahrtechnisches Talent. Was heißt: Trailabfahrt komplett bis nach Mühlbach. So muß ein Wochenende enden! Dauergrinszustand garantiert. Wer die Tour nachfahren will, einfach im MTB Magazin nach Brixen suchen.

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Kurz zusammengefasst:

  • Trails ohne Ende
  • Sylvanerhof in Raas Topempfehlung
  • Pizza wie immer lecker
  • 4700hm hoch/7700hm runter


BILDER…

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2013.09 Sella Ronda

SellaRonda23 Tage Dolomiti-Tour

–  13. bis 15. September 2013  –

 

Drei Tage lang in der wohl grandiosesten Alpenregion zu biken – den Dolomiten. Die berühmte Umrundung des Sellastocks. Jedoch fand ich keine angemessene Tour für 3 Tage in diesem Gebiet die meinen Vorstellungen entsprach, zumal die klassische Sella Ronda für unser Bike Event zu wenig gewesen wäre. Die berühmte Sella Ronda mußte also ausgeweitet werden und am besten noch möglichst viele Highlights mit auf den Tourplan nehmen – Nach langem Suchen was der beste Track für uns sein könnte, haben wir eine 3 Tagesvariante gefunden, die uns um die regionalen Highlights der Dolomiten, den Sellastock, Bindelweg vis a vis der Marmolada & Co, sowie Langkofel und natürlich hoch zum Sellajoch mit der Steinernen Stadt führen wird um nur ein paar berühmte Hotspots zu nennen.
Los geht’s in Wolkenstein im sagenhaften Grödnertal (Val Gardena) getreu dem Motto:
Keine Gnade für die Wade!

1.Etappe: Wolkenstein – Bindelweghütte (Rif. Viel dal Pan)

Wir beginnen unsere Tour in Wolkenstein im Uhrzeigersinn starten wir auf der üblichen Route der Sella Ronda die Umrundung des eindrucksvollen Sellamassivs mit unvergesslichen Panoramen im Weltnaturerbe der Dolomiten. Viel Zeit zum warmfahren bleibt uns nicht den am Eingang des Langentals beginnt gleich der erste Anstieg des Tages, so kurbeln (teilw. schieben) wir hinauf Richtung Bergstation Dantercepies. Oben angekommen hat man kurz Zeit, sich auf der Schotterstraße Richtung Grödnerjoch auf die folgende Abfahrt einzustellen. Denn direkt beim Grödnerjoch beginnt der erste fahrtechnische Höhepunkt dieser Tour: Der Singletrail Richtung Colfosco bringt feinstes Abfahrtsvergnügen. Vorsicht im oberen Teil: Es geht über ein paar Holzstege, die bei Nässe sehr rutschig sein können. Ansonsten weiß man schon spätestens nach diesem Abschnitt, dass der heutige Tag grandios werden wird! Die weitere Abfahrt nach Corvara führt vorbei am markanten Einschnitt des Mittagstals. Ab Covara beginnt wieder ein längerer Anstieg Richtung Pralongia Hütte, zuerst auf Asphalt, später auf gut zu fahrendem Schotter die Plackerei jedoch lässt sich bei derartige grandiosen und traumhaften Bergblicken, z. B. auf den Piz Boé bis hin zur Marmolada (3343m) schnell vergessen. Danach folgt das zweite Fahrtechnik-Fest, der flüssige Höhenweg hinüber zum Pass Campo Longo, auf dem nur ein paar heftige Stufen den ansonsten perfekten “Flow” unterbrechen. Dann kurz auf der Straße bis zur Passhöhe, wo gleich die nächste Traumabfahrt beginnt. Steil, aber genial zu fahren, geht es abseits der Passtraße auf einem schmalen Weg Richtung Arabba. Von Arabba katapultiert uns dann eine Gondel 900 Höhenmeter hinauf zur Porta Vescovo. (übrigens die einzigste Aufstiegshilfe auf unserer Tour, alles andere muß selbst erkämpft werden!). Direkt vis a vis liegt nun die Königin der Dolomiten die Marmolada, der Blick in den vergletscherten Gipfelbereich ist majestätisch.
Tief unten erkennt man gerade noch den Fedaia-Stausee. Der Bindelweg führt uns dann zur gleichnamigen Hütte, unserem ersten Etappenziel, der Bindelweghütte / Rif. Viel dal Pan (2432m).

2.Etappe: Bindelweghütte – Tierser Alpl

Nach einem guten Frühstück geht es auf dem Bindelweg weiter, (je früher wir diesen befahren je weniger Wanderer werden uns stören) Richtung Pass Pordoi. Tief unten der Fedaia-Stausee. Die folgende Abfahrt Richtung Passo Pordoi besticht zunächst durch ihren genialen Blick auf die Sellagruppe. Weiter unten zweigt sie dann auf einen Singletrail ab, auf dem sich die Fahrtechniker so richtig austoben können. Erst kurz vor der Passhöhe endet der Spaß, die letzten 100 Höhenmeter gehören der Passstraße. Direkt unterhalb des Sas de Pordoi,beginnt nun die nächste Traumabfahrt der Sellaronda: 850 abwechslungsreiche Höhenmeter fordern dem Biker die volle Konzentration ab. Auch direkt unterhalb von Lupo Bianco gibt es noch eine knifflige Trailpassage. Entspannt rollt man dann nach Canazei im Fassatal, den Langkoffel im Rücken über einen Wiesenweg bis nach Campitello. Ab hier verlassen wir jetzt die eigentliche Sella Ronda Route nach Pian. Wir biken durch sehr schön angelegte kleine Höfe, man sieht unmittelbar, wie die Leute hier leben…
In Campitello am Eingang ins Val Duron muss man dann im Kopf den Hebel von Downhill auf Uphill umstellen, und zwar gründlich: Die Forststraße verläuft teilweise mit bis zu 24 Prozent Steigung. Dieser nahezu unfahrbare Teil dauert aber nur gut 30 Höhenmeter an, danach geht es mit moderaten 14-15 Prozent durchschnittlicher Steigung bis zur Duronhütte. Unvermittelt öffnet sich nun das Tal und gibt den Blick auf die mächtigen Felswände frei, die es zu beiden Seiten einschließen. Kurzzeitig geht es jetzt sogar bergab. Der landschaftlich eindrucksvollste Teil der Runde führt nun immer weiter ins Val Duron hinein. Eingerahmt von der Rosengartengruppe im Süden und dem Plattkofel im Norden kurbelt man dem Mahlknechtjoch entgegen. Es folgt noch einmal eine heftige Rampe mit bis zu 20% Steigung, aber jetzt sieht man schon die Spitzen der Rosszähne. Wer im oberen Teil einmal anhält und durchschnauft, sollte sich unbedingt umdrehen. Nach Osten reicht der Blick bis zur Marmolada! Noch ein paar Kurbelumdrehungen weiter sind wir an unserem heutigen Etappenziel der Tierser Alpl angekommen und entschlossen uns, das Schlernhaus auszulassen um am nächsten Tag direkt auf den Friedrich-August-Weg zu gelangen. Die Tierser Alpl wurde von Max Aicher als die erste private Hütte in den Dolomiten erbaut und wird von dessen Tochter weitergeführt. Sehr gutes Essen und herrliche Blicke in die Dolomiten sind garantiert!

3.Etappe: Tierser Alpl – Wolkenstein

Nach einer wohl erholsamen Nacht im Rif. Tierser Alpl beginnt für uns leider bereits der letzte Tag. Nach dem Frühstück folgen wir vorerst dem selben Weg zurück Richtung Mahlknechtjoch, von wo aus wir direkt in den Friedrich-August-Weg einsteigen. Es empfiehlt sich am Wochenende recht früh aufzubrechen, da dieser Weg sehr stark bewandert wird. In unserem Fall waren wir um ca. 9 Uhr auf diesem Weg vorerst alleine unterwegs; naja fast: die Kühe und Pferde grassten auf den Hochweiden, aus der Ferne pfiffen die Murmeltiere und kurz um eine Ecke gefahren standen ca. 10 Gämsen am Grat und beobachteten uns mit unseren Bikes. Der Friedrich-Augustweg ist ein flowiger Höhenweg, der keine schweren Fahrmanöver erfordert, sich aber durch das ewige Auf und Ab doch recht anstrengend anfühlt. Immer wieder muß man vom Bike absteigen um sein Bike kurz zu schieben. Auf halber Strecke erreichten wir die Zallinger Hütte und fuhren dann dem F.-A.-Weg unterhalb dem hochragendem Plattkofel direkt am Fels entlang hinüber zur Plattkofelhütte. Ein sagenhafter Trail, auf dem uns die ersten Wanderer entgegenkamen. Wie soll´s auch anderst sein, wurden wir leider von einem Wanderehepaar wieder belehrt, dass “wir uns alles erlauben” und der Weg für uns gesperrt sei (was nicht stimmte). Während diesem Zusammentreffen war der Weg ca 2m breit, wir standen mit unserem Bikes seitlich um Hang und wollte die zwei passieren lassen. Naja, der Großteil der Wanderer stand uns beiden zumindest freundlich und mit gegenseitiger Rücksicht entgegen. So sollte es eigentlich sein! Kurz darauf endete der Trail auf dem Skigebiet des Sellajochs, was wir aber nur kurz kreuzten und uns entlang des Langkofels auf breitem Fortsweg durch die Steinere Stadt bewegten. Über uns schwebten die kleinen Langkofel-Gondelkabinen (die aussahen wie kleine Coladosen) zur Langkofelscharte/Toni-Demez-Hütte hinauf. Gleich nach der Steinernen Stadt erreichten wir unser letzten Etappenziel: die Emilio Comici Hütte. Nach kurzem Rast mit leckerem Apfelstrudel folgte nun die letzte Abfahrt über steile Forstwege und Singletrails. Teilweise ist der Untergrund recht rutschig und grobschottrig, was mit dem schweren Rucksack mit Vorsicht zu genießen ist. Danach querten wir noch auf einem flachen Höhenweg die letzten Meter zum Parkplatz und erreichten mittags unser Ziel Wolkenstein.

Schade schon wieder vorbei!

(Was wir an diesem Tag nicht bedachten: Sellaronda Bikeday. D.h. von 9 Uhr bis 15:30 Uhr war die Passstraße zum Sellajoch für den motorisierten Verkehr gesperrt. Eigentlich hätten wir die A.-Karte gezogen, aber nach kurzem Gespräch mit einem freundlichen Poliziten durften wir die Straße in Wolkenstein kurz befahren um die Umgehungsnebenstraßen zu erreichen. Glück gehabt!)

Fazit der Tour: Panorama weltklasse – Dolomiten eben, anstrengend aber absolut lohnenswert für Biker die sich auch fordern wollen! – ein Abenteuer!

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