2015.08 Vinschgau to Garda Trails

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From Vinschgau to Lake Garda

6 Days Trailrocken…

15.-20. August 2015

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Eigentlich sollte ja alles anderst kommen. Geplannt war vorerst ein Alpencross, dann reduzierte sich das Vorhaben auf Gardasee und aufgrund einiger „Fehlplanungen“ teilte sich der Trip in zwei Parts: 4 Tage Vinschgau, 2 Tage Gardasee. Wir wollten das dann noch mit einem Alpencross-Cartransfer von Gerhard´s Bruder verbinden und deshalb bin ich 2 Tage alleine im Vinschgau gewesen, danach gesellte sich Hardy dazu. Auf der Liste standen die Trails um Naturns/Latsch, sowie zwei Klassiker am Lake Garda…

B E S C H R E I B U N G

VINSCHGAU

15.8. Ötzitrails

Kaum über den Reschenpass gefahren, begann das Wetter unbeständig zu werden. Was mich aber nicht vor dem ersten Ritt über die Vinschger Trails abhielt. Also rauf auf den Hobel und den Hausberg über Tabland hoch zur Mausloch/Flatscheralm. Von dort beginnt ein S2/S3 Trail namens Ötzitrail. Die Auffahrt geht über Asphalt, später auf Schotter relativ steil hoch. Und zu meinem Pech: A) begann es zu regnen, B) kannte ich den Trail schon vom letzten Vinschgau Besuch und C) ich wußte, dass er Nass noch um einiges heftiger wird. Nasse Querlaufende Wurzeln und Matsch würzten die Trails um eine Stufe. Voll verdreckt und eingestimmt auf die kommenden Tage erreichte ich meine Pension.


 

16.8. Tarscher Alm – 4 gewinnt Trail

Heute ging es auf einen DH-Klassiker am Nördersberg: den 4-gewinnt-Trail. Die Runde startet von Tabland auf dem Radweg nach Kastelbell und hoch nach Tarsch. Dann geht es auf der Straße noch ein wenig hoch zur Liftstation der Tarscher Sessellifte. Ich aber lies es mir nicht nehmen, die letzte Häfte zur Tarscher Alm auf Forstwegen hochzuradeln. Die Auffahrt war sehr anstrengend und der köstliche Apfelstrudel auf der Tarscher Alm kam genau richtig. Danach gings über Trails zur Latscher Alm. Danach folgt der 4er runter nach Latsch. Ein S2 Trail mit S3 Teilstücken. Schotter, Wurzeln, Steilheit – alles dabei. Auch der Flow kommt zwischendurch auf.


 

17.8. Propain Trail – Sunny Benny Trail

Heute soll sich Hardy dazugesellen. Da auf dem Fernpass einiges los war, verspätete sich seine Ankunft und wir beschlossen uns in Latsch zu treffen. Ich fuhr dann mit dem Auto nach Latsch und dann weiter um den Propain Trail am Sonnenberg über Schlanders in Angriff zu nehmen, bis Hardy eintrifft. Gute 600hm auf Asphalt geht´s hoch. Dann war der Einstieg (leider noch schlecht beschildert) sichtbar und mit viel Flow rauschte ich in einem Bruchteil der Uphillzeit runter ins Tal. Dann hieß es zurück nach Latsch an den Bahnhof, um mich mit Hardy zu treffen. Mit einer 3/4 Stunde Verspätung trafen wir uns und schon ging wieder hoch auf den Sonnenberg. Auch wieder tretend, ist doch klar. Diesmal wollen wir den Sunny Benny in Angriff nehmen. Ein S1-S2 Flowtrail der Spitzenklasse auf der Sonnenseite des Vinschgau´s (leider fehlte die besagte Sonne und wir waren wieder im Nebel und leichtem Regen unterwegs).


 

18.8. Göflaner Schartlkamm – HolyHansen Trail

Heute sollte ein „Geheimtipp“ mit ordentlich Höhenmetern unter die Stollen genommen werden. Wieder hieß es mit dem Auto nach Morter zu fahren um dann anschließend auf der Straße hoch ins Martelltal zu fahren. In Morter Dorf wandelte sich der Charakter der Tour. Jetzt hieß es Schotter und dazu noch recht steil. Gute 200-300hm auf ca. 17% Steigung schiebender Weise, danach hieß es 300-500hm noch schulternd hoch zur Göflaner Scharte. Die Aussicht auf das Martelltal und das Vinschgau ist super hier oben. Nach einer Rast hieß es ab die Rakete. Zuerst am Kamm entlang und dann bergab. Anfangs flowig, dann hackelig und im unteren Teil wieder flowig bis zum Haslhof. Ein kurze Rast und die Weiterfahrt auf dem Holy Hansen gen Tal kam als nächster Step. Der Holy Hansen ist ein Flow Trail der besonderen Art. Künstliche Anlieger, Drops und Wellen. Super Trail mit fettem Grinsen!


GARDASEE

19.8. Pasubio

Heute sollte der Pasubio mit Abfahrt über die Bocchetta dei Foxi anstehen. Aber der Wettergott war nicht auf unserer vollen Seite. Wir trotzten dem Regen und ich konnte Hardy überreden, mal hochzutreten. Bis zum Rif. Papa sind wir gekommen – kurz vor der Pasubio Scharte (wiedermal). Dann verlies Hardy die Abenteuerlust und nach hin und her fuhren wir die selbe Abfahrt zurück zum Auto. Das Bauwerk der „Straße der Helden“ im Fels des Pasubio´s ist einfach gigantisch. Ich komme definitiv wieder, in der Hoffnung mal einen schönen Tag zu erwischen.


 

20.8. Altissimo – Donkey Track

Der letzte Tag in Riva, leider! Heute wollten wir einen Insidertrail auf der Monte Baldo Rückseite fahren. Also zuerst mit dem Auto ein kleines Stück hoch nach Brentanico. Dann mit dem Bike gemütlich auf der Straße hoch (zusammen mit Motorradrowdys und Autogedöse). Nach kurzer verdienter Rast ermutigte ich Hardy noch vor dem Trail den Altissimo zu befahren. Die alte Militärstraße war gut befahrbar und zwang uns nur ein 1-2 Stellen vom Sattel. Die Aussicht war wieder super und das Wetter spielte auch wieder mit. Zurück gings auf dem selben Weg und wir bogen dann links ab Richtung Malga Campo. Von dort führt ein Trail hinter der Hütte hinunter: der Donkey Track unter Insidern genannt. Anfangs noch ausgesetzt aber fahrbar wird er immer flüssiger zu fahren. Ein Supertrail! Er endet wie sein Name schon andeutet an einem Gehege mit Donkey´s (Eseln). Leider war nun der Urlaub zu Ende und ich mußte die Heimreise antreten.

F A Z I T

Trotz dem wechselhaften Wetter war dieser Biketrip absolut genial. Die Unterkünfte passten, die Touren waren in der Summe super und wenn man sich abseits der Hauptschlagader der Wanderer bewegt, sind die Trails gigantisch wie immer. 200km auf 8800hm können sich sehen lassen. Kein Shuttle, kein Lift – alles purer Wadelpower!

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