2015.09 Stoneman Dolomiti u. Pragser Wildsee

StonemanStoneman Dolomiti 2015

16.-19. September 2015

Stoneman_Trophäe

Die nördlichen Dolomiten in einer grandiosen Runde von Roland Stauder zu erleben, das war unser Vorhaben. Leider schrumpfte unsere Gruppe auf die Hälfte, so waren wir nur zu zweit unterwegs auf den Spuren alter Militärwege.

„Der STONEMAN-Trail ist ein Bike-Erlebnis, das man mit einem Traum beginnt und mit einem tiefgreifenden Erlebnis beendet.
Der Trail ist 115 km lang, hat über 4.000 Höhenmeter und ist bestens markiert. Es gilt, fünf Checkpoints zu erreichen, dort ein Armband abzustempeln, einen anspruchsvollen Uphill zu überwinden und einen Singletrail – die sogenannte berüchtigte „Demut-Passage“ auf 2.400 m – zu meistern. An vier verschiedenen Orten kann man in den Stoneman-Trail einsteigen und das Startpaket mit Stempelarmband, Karte und Höhenprofil sowie Giveaway erwerben.“

B E S C H R E I B U N G

STONEMAN

16.9. Stoneman 1: Sillian – Sillianer Hütte

Dieser Tag war von der Strecke noch relativ human geplannt, jedoch von den Höhenmetern schon eine Rampe. Die Anreise nach Sillian um die Mittagszeit war zeitlich ideal, um in 2-3 Stunden hoch zur ersten Hütte zu radeln. Also kurz noch das Starterpaket für Vinnie und mich gekauft, sich in die Liste eingetragen und schon hieß es: hallo Bandscheiben! Der 6-8kg Rucksack ist schon was anderes, als so ein leichter Tagesrucksack. Die Einrollphase war sehr kurz und schon mußten die kleinsten Gänge durchgeschalten werden, um den idealen Tritt zu finden. Steigungen zwischen 10-18% mußten nun überwunden werden. Der komplette Wegverlauf war auf Forstwegen und mit den Stoneman Markierungen beschildert. Die letzten Meter hoch zur ersten Stempelstelle war dann noch zu schieben (Kräftesparen war die Devise!). Oben auf der Sillianer Hütte sturmte es und war stark bewölkt. Die Aussicht, die man hier normalerweise hat, war leider nicht so optimal. Auch ein Alpenglühen war nicht zu erhaschen. Glücklicherweise wurde uns ein 4er Zimmer zugeteilt, nur die zwei anderen Zimmergenossen waren leider nicht so die besten Zimmerpartner (Schnarchen, ect.!). Essen und Hüttengäste waren wie immer super. Nur der Schlaf fehlte uns ein wenig…


 

17.9. Stoneman 2: Sillianer Hütte – Demuth Passage – Padola – Keuzbergpass – Rotwandwiese – Fischleintal – Toblach

Der zweite Tag war dann das Herzstück des Stoneman Trails. Von der Sillianer Hütte führt der Pfad über den Karnischen Höhenweg in Richtung Osten. Immer im Auf und Ab auf ca. 2400hm entlang ausgesetzter Pfade, über Stein, Stufen, Flowtrails ging es zur nächsten Stempelstelle Passo Silvella und weiter über Col Roson, Monte Spina und Waldtrailabfahrt nach Padola. Ca. 15km Trails bis hierher mit Grinsfaktor. Das Wetter war wechselhaft mit Sonne und Wolken. In Padola füllten wir unsere Energiespeicher in Form von Pizza um die zweite Etappe in Angriff zu nehmen. Nun hieß es nochmals hoch zum Kreuzbergpass und zur Rotwandwiese. Die Auffahrt verlief überwiegend auf Forststraße und Asphalt auf Nebenstraßen. Das letzte Stück zur Rotwandwiese querten wir auf einem Wanderweg und legten eine Rast in der Rudi Hütte ein. Dann mußten wir wegen Regen ein paar Minuten unterstehen, bis es auf einer Wegänderung des Stoneman Trails auf einer alternativen Trailsabfahrt über den Sentiero 153 ins Fischleintal hinab ging und über einen Höhenweg oberhalb von Sexten bis kurz vor Innichen führte. Das ersparte uns die „langweilige“ Abfahrt nach Sexten auf Schotter und Asphalt. Der Rest bis zu unserer vorgebuchten Unterkunft in Toblach war dann noch easy auf dem Radweg zu treten.


 

18.9. Stoneman 3: Toblach – Marchkinkele – Sillian

Letzter Tag der Stoneman Rundfahrt – so schnell kann es gehen. Kaum zu glauben, dass manche diese Runde an einem Tag befahren. Nach dem Frühstück ging es schnell wieder bergauf. Von Toblach fuhren wir auf Asphalt über die Lachwiesenhütte, Silvester Alm hoch auf den Marchkinkle (2545hm). Kurz vor der Lachwiesenhütte holte uns der Regen ein. Glücklicherweise erreichten wir die Hütte rechtzeitig und nach einer halben Stunde gesellte sich der Hüttenwirt dazu. Nun hatten wir zumindest noch die Möglichkeit uns aufzuwärmen und für den nächsten Anstieg auf Forstwegen und Militärwegen zu stärken. Nach einer Stunde hörte der Regen auf und die Sonne strahlte wieder. Schnell wollten wir die Chance nutzen und die letzten 1000hm hoch zum Marchkinkele und der letzten Stempelstelle waren schnell erledigt. Wir stiegen dann noch auf zwei Gipfel um die 360Grad Aussicht zu geniesen. Jede Qual hat zum Glück auch seine schöne Seite: Die Abfahrt nach Sillian war nochmals ein Trailschmankerl! In Sillian hieß es schnell rein ins Hotel Bergland, um die verdiente Trophäe in Empfang zu nehmen. So sehen Sieger aus!!! Ich für meinen Teil bekam ja nur noch einen Stein, den ich auf meine Trophäe aus 2012 stecken konnte, aber trotzdem genießt man den Moment.


 

ZUSATZ TRAIL

19.9. Kronplatz – Furcia Trail – Kreuzjoch – Fojedöra Trail – Pragser Wildsee

Der letzte Tag und nochmals ein Klassiker: Pragser Wildsee. Und nicht über die easy Variante von Olang aus, sondern mit zwei fordernde Passagen! Mit der Olanger Seilbahn gings eim Eiltempo hoch auf den Kronplatz. Ein „hässlicher“ Berg mit über 40 Liften, Hotels und Antennen, aber auch ein 360 Grad Panorama-Punkt oberhalb von Bruneck. Das Wetter passte auch um weit in die Tiroler Berge, Hohe Tauern und Dolomiten im Süden zu blicken. Interessante Bauwerke wie das Messner Mountain Museum laden zur Rast ein, doch wir wollten so schnell wie möglich Spass erleben. Der Furcia Trail ist ein künstlich angelegter (mittelschwerer) Trail mit Anliegerkurven, Drops, Wellen und Wurzelpassagen. Wenn man den Flow spürt, verzichtet man gerne auf die Bremsen und lässt sich vom Trail tragen. Das verlangt aber auch ein wenig Überwindung. Unten erst mal Hände ausschütteln und Muskeln lockern, bevor es die brachial steile Auffahrt zum Kreuzjoch hoch ging. Durchschnittlich 16-18% Steigung mit Rampen bis 25%. Heute fühlte ich mir sehr gut und gute 95 Prozent der Strecke konnte ich noch fahren. Der lose Schotter und die extrem steile Steigung zwangen mich doch noch zum Schieben, ehe man das unscheinbare Kreuzjoch erreicht. Dies ist der einzige Übergang auf dieser Strecke zum Pragser Wildsee. Die Kulisse ist einfach atemberaubend. Der folgende Trail runter zum Pragser Wildsee ist der Hammer: Fojedöra Trail! Auf einem handtuchbreiten Trail auf gleicher Höhe rüber zum Grünwaldjoch und runter zur Grünwaldalm – einfach traumhaft. Ein Platten hatte ich dann doch noch und unterbrach den Flow für eine kürze. Dann aber mit fiel Gefühl für die Bremsen folgte das Finale zur Alm über grobschottrigen Pfaden, flowigen Kurven und Absätzen. Man muß ich ein wenig tragen lassen, sonst blockiert der Schotter die Räder. Der Zwischenstopp auf der Grünwalder Alm kam sehr gelegen und wir stärkten uns nochmals für das letzte Drittel zum Pragser Wildsee. Eine Touriattraktion würde ich sagen. Der See liegt herrlich umgeben von hochen Bergen. Wanderer kommen hier natürlcih auf den Genuß mit dem Auto direkt hoch zum See zu fahren um diesen zu Fuß auf angelegten breiten Wegen zu umrunden. Wir aber hatten ja die schwere Variante gewählt und nach kurzem Fotostopp gings über den 1er Weg und den Radweg zurück zum Auto nach Olang. Ein genialer Trail-Tag!!!

F A Z I T

Trotz dem wechselhaften Wetter war dieser Biketrip absolut genial, die Unterkünfte passten wieder, Essen ist sowieso immer super und die Trails der Berge sind gigantisch! Ich hoffe beim nächsten Mal sind wir vollzählig und rocken die Berge!!!

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