2019.06 Esterbergrunde

 

Eine ausgedehnte Crosscountry Runde bei Garmisch

Esterbergrunde

Einmal um das Estergebirge rum mit finalem Trail

9. Juni 2019


Mal was anderes als Bikeschleppen auf einen Gipfel. Einmal um´s Estergebirge treten, gschmeidig einkehren und das finale auf Trail genießen.

 
 

B E S C H R E I B U N G

Eins vorweg: ich war fertig. Mein Magen machte nicht ganz mit und die Sonne tat ihr übriges dazu. Das Estergebirge zu umrunden ist keine schwere Tour an sich. Im Auf und Ab mit zwei längeren Uphills ging es diesmal auf einer klassischen Cross Country Runde rund herum. Dazu sind wir bis zum Wank Parkplatz gefahren und fuhren zum Warmfahren auf dem Radweg an der Loisach entlang Richtung Eschenlohe. Wir fuhren die Runde bewusst im Uhrzeigersinn, da wir a) die sacksteile Rampe zum Wank nicht fuhren wollten und b) wir zum Schluß noch ein Trailschmackerl verdienen wollten. Von Eschenlohe geht´s dann durch das Eschenlaine Tal zum Walchensee. Immer mit kleinen kurzen Rampen verlangt der Weg einem anfangs schon was ab. Vom Walchensee gehts dann rechts hinauf zum Aussichtspunkt über Wallgau. Leider ist die Sicht komplett zugewachsen. So fuhren wir weiter und zweigten in den ersten Trail ab. Zuerst noch ausgewaschen und verblockt, dann flowig bis Wallgau. Dann folgte der zweite Uphill des Tages durch das Finzbachtal zur Finzalm. Diese ist eine willkommene Raststelle zum Wassertanken, ehe es auf kurzem Trail über Brücken und Schotter weitergeht. Der letzte Part bis zur Esterbergalm ist nicht mehr weit. So ging es Umdrehung für Umdrehung weiter und auch der letzte Schweißtropfen war passé, als wir unser wohlverdientes Kuchenschmankerl genießen konnten. Auf er Alm war an so einem herrlichen Tag einiges los. Der Burschenverein und Trachtenverein der Jugend war anwesend und sorgten für Stimmung. Von weiten zog allerdings schon eine Schlechtwetterfront an. So rollten wir weiter Richtung steile Abfahrt nach Garmisch, ehe nach ein paar Metern rechts der Farchanttrail abzweigt. Ein leckeres Trailschmakerl mit Spitzkehren, flowigen Passagen, Absätzen, Wurzeln,… alles dabei. Die letzten Meter rollten wir auf Anfahrtsweg zurück nach Garmisch.

 
 

F A Z I T

Anstrengende Umrundung des Estergebirges – nichts weltbewegendes, aber durch die beiden Täler wunderbar zu radeln und einige Almen laden zur Einkehr ein.

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2019.04 Garda Bikedays

Bikedays im Süden

Gardasee 2019

St. Tomaso

27.-30. April 2019

 


Fast schon Pflicht, die Bikesaison am Gardasee zu beginnen. Die Woche zwischen Ostern und den Riva Bikedays war ideal. Zumindest dachten wir das so. Um Ostern hatten die Urlauber traumhaftes Wetter. Nun wollten wir an den Lago und schon kam ein Wettersturz. Wir hatten alles von Schnee, Regen, Sonne… Aber es fanden sich wieder interessante Touren abseits des Mainstreams.

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2019.04 Garda Bikedays

Bikedays im Süden

Gardasee 2019

St. Tomaso

27.-30. April 2019

 


Fast schon Pflicht, die Bikesaison am Gardasee zu beginnen. Die Woche zwischen Ostern und den Riva Bikedays war ideal. Zumindest dachten wir das so. Um Ostern hatten die Urlauber traumhaftes Wetter. Nun wollten wir an den Lago und schon kam ein Wettersturz. Wir hatten alles von Schnee, Regen, Sonne… Aber es fanden sich wieder interessante Touren abseits des Mainstreams.

B E S C H R E I B U N G

27.04.19 Tremalzo222-Bresone-ValPura123

Nach langer Anfahrt nach St. Tomaso, ein kleiner Nebenort bei Riva und Arco, hieß es rein ins „Shuttle“ und rauf zum Tremalzo. Schon fast fies, wenn man die Biker vom Ledrosee randelnd hier hoch keuchen sieht, während man locker im Shuttle sitzt und die volle Energie noch zur Verfügung hat. Wobei mittlerweile die Meisten auch nicht mehr ohne ePower unterwegs sind. Und was für Leute sich da auf den „Mosertouren“ bewegen? Oben am Tremalzo war es bewölkt und windig. Während es die Tage zuvor in Riva geregnet hat, bestäubte Frau Holle die Berge mit Schnee. Na toll Frau Holle. Hoffentlich sind die Wege halbwegs schneefrei und trocken? Also rein ins Vergnügen. Die ersten Meter abwärts folgte ich bis zur Malga Ciapa. Dann folgte der erste Trail in Form von groben Karrenweg, schmalen Waldpfaden und losem Gestein auf dem Sent. 222 ins Val Marza für ca. 300 Tiefenmeter. Darauf ein ausgesetzter Trail Richtung Bocca di Fobia. Diese Tour lohnt sich auch. Ich hatte jedoch eine Freeride Sektion im Auge: der Sent 222 ins Valle Pra delle Noci auf gut 700 Tiefenmeter heftigstem Gardasee Trail. „Geröll, Ausgesetztheit und steil“, so würde ich es grob umschreiben. Ettliche Bachquerungen, nassen Füßen und schmerzenden Handgelenken später ist das Bremsenmasaker Nummero Uno vorbei. Nicht alles fahrbar, aber derber Freeride Spass. (vielleicht ein wenig zu heftig als erster Trailride am Lago) Der zweite Teil  mußte erst einmal verdient werden. Also fuhr ich durch das wunderschöne Valle San Michele über Voianders nach Vesio zurück, um den Monte Bestone zu besteigen. Die ersten Meter der Gipfelbesteigung war noch gut fahrbar, wurde aber gegen Ende grobschottriger und steiler (mit eBike sicherlich mehr fahrbar). Also schob ich die letzten Meter hoch und trug mein Bike zum Gipfelkreuz, welches mit einer Glocke nebenan einen herrlichen Blick über den Lago und Limone bot. Hier erspähte ich auch den Dalco 112er, welcher irgendwann einmal gefahren werden muß. Nach kurzer rast und Fotosession ging es ein paar Meter auf dem Aufstiegsweg zurück. Dann zweigt ein kleiner Pfad durch Gestrüb zum Abkürzungsweg zu Teil Drei. Über enge Spitzkehren hinab und dann auf ausgesetzten Wanderpfad zum Einstieg des Sent. 123 ins Val Pura. Hier warteten im dritten Freeride Trailabschnitt des Tages nochmals 500 Tiefenmeter relativ gut fahrbaren Trail über Geröll, Kehren, Wurzeln und ausgesetzten Passagen. Die komplette Abfahrt nur ich und mein Bike – in Limone das krasse Gegenteil. Lärm, Stress und hunderte Menschen.


28.04.19 Rif. San Pietro (Wandern)

Leider hat es über Nacht heftig geregnet und die Gipfelwege komplett verschneit. Heute war nicht ans Bike in Gipfelregionen zu denken. Außerdem war Regen für Nachmittag angekündigt und in der Früh hat es noch bis kurz vor Mittag gegossen. Also Bike auf die Seite gestellt und gewandert. Wir fuhren zum Tennosee bis Canale di Tenno, wanderten auf dem 406er zum Rif. San Pietro (netter Karrenweg für eine Bikeabfahrt!) und zurück nach Canale, einem Bergdorf, das noch ursprünglich erhalten wurde (aus dem 15.Jhd.!). Ein Sightseeing Tipp!


29.04.19 Cima d´ Oro

Was soll ich sagen? Das wäre ein ersehnter Klassiker gewesen mit Kombination aus diversen Gipfelbesteigungen und genialer Abfahrt. Doch der Regentag zuvor hatte dem Cima d´ Oro nochmals eine weiße Haube versetzt. Trotzdem dachte ich mir, schau es dir mal an. Vielleicht geht ja doch was? So fuhr ich vom Ledrosee ab Mezzolago die Forststraße bis La Sela hoch. Es war noch frisch und die Wolken hangen tief über dem Ledrosee. Ob da was geht? Am Aussichtspunkt La Sela begann es leicht zu schneien. Weiter oder wieder zurück? Ich entschloss mich, noch ein wenig weiter zu fahren und rollte bis zur Malga Dromaé. Nur kurze Stücke waren zu schieben. Im Grunde wäre es bis hier her fahrbar gewesen. Nun mußte das Bike auf den Rucksack und die letzten 150hm bis zur Bocca di Dromaé getragen werden. Dies entpuppte sich nicht mehr als genz so easy, da bereits der Weg gut verschneit war. Der obere Teil im Wiesenbereich war teilweise schneefrei. Bis hierher hatte ich schon mal eine Tour vom Rif. Pernici gemacht und fuhr Nordöstlich bergab. Ich wollte aber zuerst auf den Cima d´ Oro und dann nach Westen zur Bocca Saval kreuzen. Ein NoGo! Der Cima d´Oro war noch voller Schnee und der Weg verschneit. Auch der ausgesetzte Pfad unterhalb des Cima Scalpa und Cima Pari war gut verschneit. Der Cima Pari stand auch auf der Besteigungsliste. Zu gefährlich und sinnlos! Also trat ich den Rückzug an. Ich stieg wieder zur Malga Dromaé ab und fuhr auf dem Sent.453 Austroungarico bergab. Ein netter Trail in Form eines verblockten Karrenwegs mit Wurzelpassagen. Nicht gefährlich, nur durch Regen und Laub rutschig. Vom Ledrosee fuhr ich über die Ponalestrecke zurück nach Riva.


30.04.2019 Monte Stivo Freeride (Variante!)

Tag Vier am Lago und noch immer sind die Gipfel weiß. What a shit! Aber: heute war stabiles Wetter mit Sonne angesagt. So fuhren wir mit dem Auto bis Drena. Während meine Eltern wandern gingen, bin ich von Drena die gut fahrbare Asphaltstraße (im Schatten) zum Monte Stivo hochgekurbelt. Geplannt wäre eigentlich die Südvariante mit Gipfelsturm gewesen, aber dieser war ja aus bekannten Gründen nicht machbar (oder sinnvoll) gewesen. 700hm waren es bis zur Malga Drena. Ideal zum warmfahren. Dann ging es auf dem Forstweg über Malga Campo Arco weiter, biegt nach rechts ab und folgt dann links über zwei Kehren Richtung Monte Stivo und Cima Bassa bergauf. Hier mußte ich mein Bike einige Male schieben und tragen, da der Schnee teilweise 25cm tief war. Sollte es am Grat auch so ausschauen und wieder ein Abbruch anstehen? Nein, am Grat „Madonninia“ zwischen Stivo und Cima Bassa war alles schneefrei und der Pfad bergab war frei. Fotos geknippst und Schoner an! Der Sentiero dei Serbi (623B) – ein Steig aus Kriegszeiten. Ein schmaler Pfad mit engen Kehren, extrem ausgesetzten Passagen (besser schieben!), Geröll und Absätzen. Zwischendrin wieder gut fahrbar aber immer mit Vorsicht zu geniesen, da der Abgrund immer lauert oder einen das Geröll aus dem Sattel werfen kann. Ich fuhr auf dem Sent. 623B bis auf ca. 1080m bergab und bog dannauf der Südostseite des Monte Stivo auf die Straße Richtung Ronzo ab. Zum Glück ist diese Straße sehr verkehrsarm. Ab dem Passo Bordola ging es rechts weg nach Santa Barbara. Dort erstmal eine Verschnaufpause eingefügt, bis es zum Freeride Klassiker nummero due ging. Doch dieser will erstmal verdient sein. Klar: man könnte die verkürzte Version von S. Antonio´s Bar zum Castello del Castil antreten und dann in den Trail einsteigen, ich jedoch wollte das volle Programm. So mußte ich nochmals 300hm anstrengend steil nach oben kurbeln. Am Punkt Le Prese (Süd-Aufstiegsroute zum Monte Stivo) legte ich meine Schoner an, checkte nochmals die Bremsbeläge und dann rein ins Vergnügen. Der 608er ist ein netter Trail. Nicht schwer zu fahren, ein paar Kehren, alles im Waldbereich und wenig Geröll. Ein paar Wurzelpassagen sind zu meistern. Da einzig heikle daran war, dass der Waldboden komplett aufgeweicht war und schon nach den ersten Trailmetern meine Reifen voller Schlamm und Dreck waren. Jetzt folgt „THE HAMMER“. Wie der Name schon sagt: der Hammer. Der Sent. 609 vernichtet gute 850 Trailtiefenmeter bis Bolognano über steile, verblockte und schmierigen Steinpassagen. Da kam die Forststraßenquerung immer recht gelegen um zu Verschnaufen, ehe es wieder in den Gehirnzellenmixer ging. Mit fettem Grinsen rollte ich dann erschöpft zurück zum Hotel. Nicht schlecht! Würde ich nun meine Tour über den Monte Stivo mit 666er, 666B oder 617er einbauen, wäre das wohl der „Monte Stivo Freeride Plus“ gewesen. Ich vergnügte mich mit der „Light“ Variante aufgrund der Schneeverhältnisse.

 

F A Z I T

Irgendwie ist mir der Wetterpatron nicht ganz gesellig – immer wenn wir in den Urlaub fahren, haben wir das „Glück“ einen Wettersturz zu erleben. Aber im Großen und Ganzen war es ein Trailweekend mit einigen nicht dem Mainstream entsprechenden Trails. Auf meiner Agenta standen noch ein paar weitere Touren, die ich noch beim nächsten Besuch am Lago fahren muß. Aber wie immer: es kommen immer wieder welche dazu. Wer sucht, der findet 😉

 
 
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